Die Arbeit überträgt die Skulptur „Enten und Mädchen“ in eine digitale Form und untersucht neue Wege der kulturellen Vermittlung.
Objekt und Bedeutung
Die von Gerda Bier geschaffene Skulptur steht seit 1990 vor dem Rathaus in Leutkirch im Allgäu. Das Mädchen und die fünf Enten vermitteln Bewegung, Nähe zur Natur und eine für den Ort vertraute Alltagsszene. Bei der digitalen Bearbeitung sollte dieser Charakter erhalten bleiben. Das Projekt betrachtet die Skulptur nicht nur als Form, sondern als Teil des öffentlichen Raums und der lokalen Erinnerung. Diese Einordnung war wichtig, bevor Geometrie, Oberfläche und spätere Präsentation ausgearbeitet wurden.
Digitale Aufbereitung
Die sichtbaren Formen wurden in ein 3D-Modell übertragen und für verschiedene Darstellungen vorbereitet. Bei organischen Figuren sind Proportionen, Konturen und Übergänge besonders wichtig, weil kleine Abweichungen den Gesamteindruck deutlich verändern können. Polygonstruktur, Materialwirkung und Beleuchtung wurden schrittweise abgestimmt. Neben gerenderten Ansichten entstand eine interaktive Version, die sich frei drehen und aus unterschiedlichen Perspektiven untersuchen lässt. Dadurch werden Details zugänglich, die bei einer einzelnen Fotografie verborgen bleiben.
Kulturelle Nutzung
Ein digitales Modell ersetzt das Original nicht, kann den Zugang aber erweitern. Es lässt sich in Webseiten, Präsentationen, Bildungsinhalte oder räumliche Anwendungen einbinden und unabhängig vom Standort betrachten. Die Referenz zeigt, wie lokale Kunst mit sorgfältiger 3D-Arbeit dokumentiert und für neue Medien vorbereitet werden kann. Gleichzeitig verdeutlicht sie, dass technische Qualität und respektvolle inhaltliche Einordnung zusammengehören: Erst wenn Herkunft, Urheberschaft und Kontext sichtbar bleiben, wird aus einem Modell ein sinnvoller Beitrag zur digitalen Vermittlung.